Vortrag: Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn am 15.03.2019 um 19:30 Uhr

Der Vortrag von Wolfgang Hien ist eine Zeitreise durch die Arbeitswelt der 60´er Jahre bis heute. Er erzählt über die Arbeitsbedingungen damals und heute und schildert auch über das politische Leben und Arbeiten von Betriebsgruppen und aktiven Arbeitern/innen.

Durch seine jahrelangen Erfahrungen im Gesundheitsbereich ist Wolfgang Hien ein hervorragender Zeitzeuge, der immer wieder selbst gegen gesundheitsgefährdenden Bedingungen am Arbeitsplatz vorging. Auch er selbst erlebte am eigenen Körper solche Schikanierenden und Gefährdungen. Auch den Zusammenhang zwischen Gesundheitsgefährdungen und Kapitalismus zeigt er auf.
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FEMINISTISCHE STREIKWELLE – BALD AUCH IN DEUTSCHLAND?

In diesem Jahr streikten am 8. März allein in Spanien 5 Millionen Menschen im Haushalt und auf der Arbeitsstelle. Die Streiks richteten sich gegen sexistische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt und forderten eine neue feministische Bewegung.

Quelle:direkte aktion

8. März 2018 in Spanien: 5 Millionen beim femistischen Streik

In vielen Ländern kam es in kleinerem Maßstab zu ähnlichen Aktionen. Gleichzeitig versammelten sich im bombardierten Afrin und auf von der Polizei umstellten Plätzen der Türkei zehntausende um unter Lebensgefahr gegen die patriarchale Diktatur aufzustehen. Nun bilden sich auch in verschiedenen Städten Deutschlands Komitees für einen lokalen Frauen- bzw. feministischen Streik, das Thema kursiert in Zeitungen, Fernsehen und Gewerkschaftsgruppen. Am 10. und 11. November wird es eine bundesweite Versammlung in Göttingen zum Thema geben. Schon jetzt steht fest, der 8. März 2019 wird turbulent und die FAU hat sich vorgenommen daran einigen Anteil zu haben.

In unserem Artikel geben wir in mehreren Teilen einen historischen Ausblick, einen Abriss der aktuellen Planungen für 2019 und diskutieren dabei einige theoretische und praktische Fragen.

INHALT

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Vortragsreihe Thema Antisemitismus

In Zusammenarbeit mit den Falken Nürnberg widmeten sich die Referenten in dieser Vortragsreihe dem Thema Antisemtismus. Verblieben jedoch nicht nur dabei, sondern betrachteten den Ausdruck in Kombination mit den Begriffen/Konzepten des Arbeitswahns und Antikommunismus.

Den ersten Vortrag, welcher sich hier angehört werden kann -Dank geht an die Falken Nürnberg für die Aufnahme- hielt Klaus Thörner; seinerseits Sozialpädagoge, Sozialwissenschaftler und glühender Antifaschist, beschäftigte sich mit der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Aufschrift „Arbeit Macht Frei“ über den Toren mehrerer Vernichtungslagern des Naziregimes prangen konnte.
Sein Blick, seine Analyse beginnt schon in Zeiten der Reformation in Deutschland und macht deutlich, dass der Antisemit Martin Luther, nicht nur seine kruden Ideen über Jüd*innen und Jude*n verbreitet hat, sondern auch zur Bildung des deutschen Arbeitsbegriffes beigetragen hat. Aus dieser Position geht Klaus Thörners Betrachtung noch in die Zeiten der Aufklärung, schweift in die Niederlande und die dortigen Tychthäuser, quasi Vorbilder für deutsche Zuchthäuser,Gefägnisse und Vernichtungslager, um abschließend die eingangs erwähnte Frage zu beantworten.

Im zweiten Vortrag, welcher sich hier angehört werden kann -auch hier geht der Dank an die Falken Nürnberg- beschäftigte sich Nico Schreiber, der seit mehreren Jahren bei den Falken Nürnberg aktiv und im Willen eine bessere Gesellschaft aufzubauen fest entschlossen ist, mit den Themen Antikommunismus und Antisemitismus.
Zuerst wurde von ihm dargestellt, welche Funktionen die antikommunistische Ideologie, auch wenn sie nicht vereinheitlicht ist, erfüllen. Diese liegen im besonderen darin, das vorherrschende System aufrechtzuerhalten beziehungsweise zu „legitimieren“ und die Grauen der NS-Zeit mit möglichst wenig Aufwand „aufzuarbeiten“ oder, wie ich es gerne nenne: In die Vergessenheit zu pressen.
Weiterhin zeigte er mit seinem Vortrag auf, dass gängige antikommunistische Parolen und Vorstellungen, welche sich vorher hauptsächlich in faschistischem Denken und Handeln äußerten, mit der Zeit ihren Weg in die „liberale Gesellschaft“ fanden und von dieser reproduziert wurden.

Wir von der FAU Nürnberg freuen uns sehr, dass beide Vorträge gut besucht waren und bedanken uns bei den beiden Referenten.
Unser Dank richtet sich auch an die Falken Nürnberg für die wunderbare Zusammenarbeit.

Auf die Freundschaft!