Author: Fritz Kater

Am Freitag den 13.03.2020 um 17:30 Uhr werden wir, zusammen mit der Initatitive soilidarischer ArbeiterInnen (ISA) an dem
Aktionstag „Freitag der 13“ mitmachen.
Wir wollen dem Unternehmen aufzeigen, dass ihre Personalpolitik und das agressive Vorgehen gegen Betriebsräte und engagierte MitarbeiterInnen nicht so hingenommen wird und das wir uns
solidarisch mit den Lohnabhängigen von Starbucks zeigen.
Treffpunkt ist das Starbucks Cafe
am Hauptmarkt/Fleischbrücke.

Kommt und beteiligt euch.
Näheres dazu findet ihr bei Arbeitsunrecht hier

Fritz Oerter Gedenktag am 19.02.2020 um 18:30 Uhr

Fritz Oerter Gedenktag

Fritz Oerter 1.jpg

Zum Gedenken an Fritz Oerter, der ein fabelhafter und aufrichtiger Mensch und Idealist war, findet am 19.02.2020 in der Oberen Fischerstraße 5 in Fürth um 18:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung statt.
Dazu laden wir herrlichst ein daran teilzunehmen.

mehr zu Fritz Oerter         hier klicken

 

 

 

Rede an der Gedenkveranstaltung:

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union.

Am 19.2 vor 151Jahren kam ein, wie wir aus Erzählungen und seinen
Aufzeichnungen wissen großartiger und herzlicher Mensch auf diese Erde. Fritz Oerter.

Heute können wir Ihm auch auf Grund der Plakette hinter uns gedenken. Es ist eine der wenigen Erinnerungen, die für einen deutschen Syndikalisten angebracht wurden.

Wir als FAU sind den Initiatoren dafür übermäßig Dankbar. Damit wurde uns ein Stück unserer Geschichte zurückgegeben. Ein großes Geschenk.

Wir hoffen, wir können hier eine neue Tradition des Gedenkens begründen, die mehr begreift was in der Vergangenheit passiert ist.
Das Denken von Fritz Oerter sollte dabei im Mittelpunkt stehen. Unser Gedenken darf nicht in blassen Ritual stehen bleiben oder in Geschichtsverfälschung,
wie das Gedenken des Staates oder anderer Gewerkschaften, die gerne einiges aussparen.

Fritz Oerter war ein ganz klar gewaltloser Syndikalist und Sozialist.
Diese Position begründet er auch ganz klar klug und wirklich differenziert aus syndikalistischen Sicht.

1920 hat Fritz Oerter einen Text geschrieben, Gewalt und Gewaltlosigkeit der mich persönlich in weiten Teilen überzeugt hat.
Er zeigt in dem Text, dass es um Verantwortung geht. Verantwortung gegenüber Menschen und gegen über dem Ziel eines geordneten und freien Lebens.

Er zeigt in dem Text nicht nur, dass Gewalt für Täter und Opfer zur Gewohnheit werden kann und sich immer weiter aus sich heraus neu erzeugt, sondern zeigt ebenso wichtige andere Punkte die es zu bedenken gilt.
Ein wichtiger Punkt den er beleuchtet ist, dass unsere Gegner, der Staat und die Herrschaft des Besitzes geübt in der Anwendung von Gewalt sind. Sowohl in der strukturellen, drohenden Gewalt der Gesetze als auch in überlegener Waff entechnik. Diese Sachen können wir denen überlassen.
Er weist dabei auch den Vorwurf zurück, Gewaltlosigkeit wäre immer das zurückweichen vor Gesetz und Herrschaft.
Denn ungerechte Gesetze erkennt er nicht an. Er ruft zu jeder gewaltlosen Aktion auf, die keinen Menschen schadet, wie Streik und Sabotage.

Die Arbeiterinnen ruft er auch zur Gewaltlosigkeit auf, weil Gewalt einmal angewendet dazu führt ein System der Gewalt zu werden.
Der Gewaltanwender missbraucht die Gewalt immer mehr. Er muss sich nicht mehr rechtfertigen. Die Gewalt bleibt nicht eingrenzbar.

Er sieht im wirtschaftlichen Kampf das beste Mittel zur Veränderung. Im wirtschaftlichen Bereich liegt die Macht von uns Arbeiterinnen.
In der Gewerkschaft liegt unsere Kraft.
Wenn wir dort ansetzen kommen wir zu den materiellen Wurzeln unsere Gesellschaft.
Hier können wir beginnen stetig den Sozialismus aufzubauen und eine neue Kultur mit anderen Strukturen und Werten zu schaffen.

Fritz Oerter übersieht nicht das der Staat immer versuchen wird die gewaltlosen Sozialisten und Sozialistinnen zu verfolgen. Er betont, dass das große Opfer fordert.
Klar müssen wir immer beachten für was der Staat geschaffen wurde. Er ist ein Herrschaftsinstrument voller Gewalt.

Aber für Oerter ist Gewalt immer Unkultur.
Und Gewalt ersetzt wirklich freies und rebellisches Denken niemals. Was können wir in unseren Alltag davon mitnehmen?
Unser Alltag ist geprägt von Gewalt und psychischem Terror der Bosse.
Es ist allzu verständlich, dass wir wütend werden. Aber wir dürfen uns nicht in ohnmächtigen Hass hineinsteigern. Ohne Gewaltfantasien können wir geordneter und strategisch vorgehen.
Wir müssen unsere Solidarität weiter ausbauen.

Ob wir bis zu einer endgültig befreiten Gesellschaft ohne Gewalt unsererseits kommen weiß ich nicht. Wir sollten es vermeiden. Ob wir überhaupt bis zu unserem endgültigen Ziel kommen weiß ich auch nicht.
Aber das schöne ist mit der Strategie des Syndikalismus schaffen wir auch auf dem Weg dahin viel Gutes. Wir müssen gar nicht gewinnen damit unser Handeln Sinn ergibt.
In der Gewerkschaf t liegt unsere Kraft.

There is Power in a Union!

Stammtisch

NEU: Stammtisch der FAU

Um sich nicht nur im organisatorischen Rahmen zu treffen, sondern auch um neue interessierte Menschen die Möglichkeit zu geben, ungezwungen sich treffen zu können um sich zu unterhalten, gemeinsam etwas trinken uvm. haben wir beschlossen, einen Stammtisch einzuführen.
Dazu ist jede/r herzlich eingeladen.

Die Termine für die Stammtische findet man dann immer unter Termine.
Der nächste Termin wäre am So. 16.02.2020 um 15:00 Uhr

Wo: O’Toole’s Schmiede, Bärenschanzstr. 89, 90429 Nürnberg

Linke Literaturmesse Nürnberg 2019 vom 01.11.2019 – 03.11.2019

Linke Literaturmesse 2019

Seit 1996 findet in Nürnberg die Linke Literaturmesse statt. Die Linke Literaturmesse ist eine Buchmesse mit Buchvorstellungen und Lesungen. Zahlreiche linke Verlage, Zeitungsredaktionen und Self-Publisher präsentieren sich auf der Literaturmesse Nürnberg und stellen strömungsübergreifend ihr Angebot vor. Das vertretene Spektrum der Buchmesse Nürnberg reicht von der Linkspartei, Attac über links orientierte ChristInnen, FeministInnen, ÖkologInnen, GewerkschafterInnen, bis hin zu verschiedenen sozialistischen, libertären, autonomen, antinationalistischen, antirassistischen wie antifaschistischen Gruppierungen. Die Bücher können selbstverständlich direkt vor Ort auch gekauft werden. Neben der Diskussion an den Ständen besteht darüber hinaus auf der Linke Literaturmesse Nürnberg bei rund 60 Buchvorstellungen, Lesungen und Veranstaltungen die Gelegenheit, mit AutorInnen sowie Buch- und Zeitschriftenverlegern über verschiedene Themen wie Krieg und Frieden, Antifaschismus, Internationale Solidarität, revolutionäre Bewegungen und vieles mehr zu diskutieren.

Wo: Kulturwerkstatt auf der AEG
        Fürther Straße 244d
        90429 Nürnberg 

Messeöffnungszeiten:

Freitag: 19 bis 22 Uhr
Samstag: 10 bis 22 Uhr
Sonntag: 10 bis 15 Uhr

Webseite mit Programm: http://www.linke-literaturmesse.de/

Einführungsveranstaltung „Wie funktioniert die FAU in Nürnberg“

Um in einer Gewerkschaft mitmachen zu können, ist es wichtig ihren Aufbau zu verstehen.

In diesem Vortrag wird geklärt was eine Vollversammlung ist und was das Sekretariat macht.

Auch übergeordnete Strukturen werden erklärt. Der Vortrag richtet sich an neue Mitglieder und die die es werden wollen.

Wo:       Archiv & Bibliothek Metroproletan
Eberhardshofstraße 11
90429 Nürnberg

Wann: 26.10.2019 um 15 Uhr

Vortrag: Der syndikalistische Frauenbund Referent: Siegbert Wolf am 07.06.2019 um 20:00 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Der Syndikalistische Frauenbund (SFB) war eine Fraueninitiative, die 1921 innerhalb der
Freien Arbeiter- Union Deutschlands (FAUD) entstand und 1925 bis zu 1000 Mitglieder in verschiedenen Regionalverbänden hatte.
Der Frauenbund nahm Positionen ein, die von der Frauenbewegung nach 1968 wieder aufgegriffen wurden.
Der sich konstituierende „Syndikalistische Frauenbund“ (SFB) engagierte sich für Sexualhygiene, die legale Abtreibung und verstand sich auch als Ergänzung zu den ggf. streikenden Männern, welchen sie durch organisierte Boykottbewegungen zur Seite stehen wollten. Die Ansicht, als eigenständiger Produktionssektor agieren zu wollen, setzte sich nicht durch.
Der Syndikalistische Frauenbund verfügte über das Organ „Der Frauenbund“, das als regelmäßige Beilage im „Syndikalist“ erschien. Charakteristisch für die syndikalistischen Frauen im Gegensatz zur übrigen Frauenbewegung war ihr stolzer Bezug auf ihre Rolle als Hausfrauen und Mütter. Für die meisten syndikalistischen Frauen bedeutete Gleichberechtigung nicht die Maloche in der Fabrik, sondern die Anerkennung und Würdigung ihrer Arbeit im Haushalt und in der Kindererziehung. Dementsprechend bestimmten Themen in diesem Zusammenhang auch die syndikalistische Frauenpresse. Die Frauenbünde wurden nach Eigenangabe gerade wegen frauenspezifischer Themen gegründet, wohingegen berufstätige Frauen sich in den bestehenden Industrieföderationen organisieren sollten.
Eine der bekanntesten Frauen innerhalb des Frauenbundes war Milly Witkop.

zur Veranstaltung

SOLIDARITÄTSAUFRUF für MIETAKTIVISTIN

SOLIDARITÄTSAUFRUF

Skandalöser Prozess gegen Mietaktivistin wird am 22. Mai um 08:30 Uhr fortgesetzt! Kundgebung und solidarische Prozessbegleitung ab 07:45 Uhr vor dem Amtsgericht Nürnberg.

Am 22.05.2019 wird der in unseren Augen skandalöse Prozess gegen eine Mietaktivistin weitergeführt, dass die an den Haaren herbeigezogenen Tatvorwürfe nicht haltbar sind, sollte eindeutig sein. Der Prozess soll nach unserer Meinung als Abschreckung und Einschüchterung dienen, um ein Aufflammen gegen die Mietsteigerungen im Keim zu ersticken.

Daher kommt zum Prozess am 22.05.2019 um 07:45 Uhr zur Kundgebung vor dem Amtsgericht Nürnberg.

weiterlesen

Einstellung des Verfahrens gegen Nico Schreiber

Nico Schreiber, der Vorsitzende der sozialistischen Jugend- Die Falken Nürnberg hat die Fahne der YPG und YPJ öffentlich gezeigt.
Diesen kurdischen Kämpfern/innen war es zu verdanken das ein Massen Genozid an den Jesiden/innen verhindert wurde. Während die Bundesregierung als Dank dafür der Türkei für ihren Angriffskrieg gegen die Kurden auf der einen Seite die Waffenlogistik liefert, schüchtert die Regierung Menschen ein, die sich für eine Beendigung dieses Angriffskrieges gegen kurdische Gebiete wie Afrin engagieren. Es ist der Regierung anscheinend lieber, wenn nun die Jesiden/innen und andere   wieder fliehen müssen. Diesmal vor deutschen Panzern und Waffen in den Händen von türkischen Soldaten und Milizen wie der Miliz Faylaq al-Sham. Diese Miliz bekennt sich auch offen zur Säuberung der kurdischen Gebiete. Was das heißt wissen wir alle.

Nun wird Nico von der Staatsanwaltschaft angeklagt, weil er sich für eine Organisation einsetzt, die laut der Meinung dieses Staates verfassungsfeindlich sein soll.

Wir unterstützen daher Nico mit diesem Aufruf und hoffen das viele sich am 27. Mai um 7:30 Uhr vor dem Amtsgericht zu einer Kundgebung einfinden werden um gemeinsam dem Gericht aufzuzeigen, was wir unter Solidarität und Menschlichkeit verstehen.

Weiteres findet ihr auf der Webseite der sozialistischen Jugend – Die Falken Nürnberg.

Workers memorial day

WORKERS MEMORIAL DAY

Jeden Tag sterben durch einen Arbeitsunfall ca. 6.400 Arbeiter*innen, deswegen findet am 28.April jedes Jahr weltweit der Workers memorial day statt.
Wir nehmen das heute als Anlass Sie für Arbeitsplatzunfälle zu sensibilisieren.
Die Arbeit unter risikoreichen Bedingungen ist und bleibt für viele Arbeitnehmer*innen Alltag:

Krankenhauspersonal infiziert sich mit tödlichen Krankheiten, Arbeiter bleiben in einer Mine eingeschlossen, Fabriken stürzen ein, LKW´s fahren in ein Stauende, oder auch der schleppende Tod durch Berufskrankheiten.
Die ökonomische Rezession und der Druck Profite zu maximieren, dürfen nicht zu Einsparungen bei der  Arbeitsplatzsicherheit führen, meinen wir und Ryder, der Generalsekretär der International Labor Organization. Die jährlichen Kosten – nämlich für verlorene Arbeitszeit, Produktionsunterbrechungen, Behandlung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, Rehabilitation und Entschädigung – summieren sich auf 2,8 Billionen US-Dollar.
Laut ILO erleiden jedes Jahr ca. 313 Millionen Menschen einen Arbeitsunfall, darunter 21 Millionen Kinder. Die Zahl der Todesfälle steigt Todesfälle seit 2014 wieder stetig an. Im ersten Halbjahr 2017 kamen in der BRD bis Juli 223 Arbeitnehmer*innen durch einen Arbeitsunfall ums Leben. 2016 waren es noch unter 200 im selben Zeitraum. Dazu sterben jedes Jahr über 2.500 Menschen an den Folgen einer Berufskrankheit, meistens die Spätfolgen von Asbest. Hingegen passieren Im Bereich Verkehr und Bau die meisten direkt tödlichen Arbeitsunfälle. Bei den direkten Arbeitsunfällen ohne Todesfolge liegen die Berufe mit chemischen, toxischen Bereichen vorne. Bei den berufsbedingten Langzeiterkrankungen haben immer noch das Friseurhandwerk, und die chemischen Berufe das größte Gefahrenpotenzial.

Deswegen steigen die Todesfälle wieder:

Berufskrankheiten:

– Immer neue Mittel, die chemisch und toxisch gesehen aggressiver auf die Gesundheit der damit Arbeitenden gehen
– Immer weniger Erholzeiten, die gerade für ältere Mitarbeiter*innen notwendig wären
– Zu wenig Personal; besonders in den Pflege- und Gesundheitsbereichen

Arbeitsunfälle:

– Leistungsverdichtung
– Unaufmerksamkeit
– mangelnde Arbeitssicherheit
– technisch nicht einwandfreier Arbeitsplatz
– fehlende Schulungen und Einarbeitung
– Unerfahrenheit z.B. bei Berufsanfängern
– mehrere Jobs, weil der Lohn zu gering ist
– Übermüdung
– Die Angst sein Arbeitspensum nicht zu erfüllen mit der Angst vor Kündigung
– mangelndes eigenes Gesundheitsinteresse (viele Arbeitnehmer/innen gehen trotz Krankheit in ihre Arbeitsstätte oder aus Angst vor Repressalien)
– befristete Arbeitsverträge
In den meisten Fällen sind es immer mehrere Ursache die zusammenspielen. Tatsache ist aber dass die ökonomische Arbeitsverdichtung und die damit zusammenhängenden Gewinnoptimierung des Kapitals die Grundursachen darstellt.
Daher ruft unter anderem auch die ILO Regierungen und Arbeitgeber*innen dazu auf, das Recht der Beschäftigten auf eine sichere und gesunde Arbeitsumwelt zu respektieren und zusätzlich diese durch ein System definierter Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten zu gewährleisten und Vorsorge zu leisten. Aus diesem Grund sehen wir die immer größer werdende gesellschaftliche Spaltung zwischen Vermögenden und Lohnabhängigen schon als einen wichtigen Grund, dass die Unfallzahlen, auch weltweit wieder steigen. Die Maxime, den Gewinn zu privatisieren und die Betriebskosten der
Gesellschaft aufzubürden muss gestoppt werden.