Nein zum 12 Stunden Tag und der 60 Stunden Woche

Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Pandemie für bestimmte systemrelevante Berufe Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz. Das beträfe nicht nur medizinisches Personal,
sondern unter anderem auch Beschäftigte in der Landwirtschaft, bei Energieversorgern oder Sanitätshäusern.

Dazu sagen wir nein und rufen euch auf die Petition: https://www.change.org/p/bundesregierung-nein-zum-12-stunden-tag-und-zur-60-stunden-woche
zu unterstützen. Auch wenn diese Abweichungen ersteinmal „nur“ bis zum 30.06.2020 gelten sollte, finden wir das dies für die Betroffenen eine weitere unzumutbare Belastung darstellt. Gerade diese Lohnabhängigen arbeiten gerade schon, nicht nur an ihrer physischen Belastungsgrenze, sondern auch an ihrer psychischen. Und nun sollen sie das Missmanagment der Regierung und der Konzerne im Gesundheitswesen ausbaden. Anstatt eine angemessene Bezahlung und einen angemessenen Betreuungsschlüssel für diese Gruppen, das wir schon lange fordern, sollen sie nun den „Karren“ aus den Dreck ziehen. Da hilft kein Klatschen mehr, sondern nur noch schreien. Viele dieser Gruppen haben eine Familie und Kinder. Statt das man nun anfängt zu diskutieren, wie man die vielfältigen Mängel abschafft und ein Gesundheitssystem aufbaut, das nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern sich an die Bedüfnissen der Menschen und des Personals orientiert, geschieht es momentan sogar, das Kliniken, besonders die privaten, Kurzarbeit beantragen, weil ihre Gewinne nicht mehr so sprudeln wie vor der Krise. Die Kliniiken bekommen gerade für jedes leerstehende Bett 560€ von den Krankenkassen. Langt das nicht? Da fällt uns dazu sofort das Lied der fränkischen Band Schrott und Spott ein: Es ist zum Kotzen mit diesem Land.
Daher hoffen wir, das sich sehr viele Menschen an der Petition beteiligen werden.
Lasst uns der Sand im Getriebe des Profits sein.

Mit solidarischen Grüßen

FAU Nürnberg