Vortrag: Der syndikalistische Frauenbund Referent: Siegbert Wolf am 07.06.2019 um 20:00 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Der Syndikalistische Frauenbund (SFB) war eine Fraueninitiative, die 1921 innerhalb der
Freien Arbeiter- Union Deutschlands (FAUD) entstand und 1925 bis zu 1000 Mitglieder in verschiedenen Regionalverbänden hatte.
Der Frauenbund nahm Positionen ein, die von der Frauenbewegung nach 1968 wieder aufgegriffen wurden.
Der sich konstituierende „Syndikalistische Frauenbund“ (SFB) engagierte sich für Sexualhygiene, die legale Abtreibung und verstand sich auch als Ergänzung zu den ggf. streikenden Männern, welchen sie durch organisierte Boykottbewegungen zur Seite stehen wollten. Die Ansicht, als eigenständiger Produktionssektor agieren zu wollen, setzte sich nicht durch.
Der Syndikalistische Frauenbund verfügte über das Organ „Der Frauenbund“, das als regelmäßige Beilage im „Syndikalist“ erschien. Charakteristisch für die syndikalistischen Frauen im Gegensatz zur übrigen Frauenbewegung war ihr stolzer Bezug auf ihre Rolle als Hausfrauen und Mütter. Für die meisten syndikalistischen Frauen bedeutete Gleichberechtigung nicht die Maloche in der Fabrik, sondern die Anerkennung und Würdigung ihrer Arbeit im Haushalt und in der Kindererziehung. Dementsprechend bestimmten Themen in diesem Zusammenhang auch die syndikalistische Frauenpresse. Die Frauenbünde wurden nach Eigenangabe gerade wegen frauenspezifischer Themen gegründet, wohingegen berufstätige Frauen sich in den bestehenden Industrieföderationen organisieren sollten.
Eine der bekanntesten Frauen innerhalb des Frauenbundes war Milly Witkop.

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